Neuenstein war alles andere als in Topform und Bestbesetzung, so ehrlich muss man sein. Allerdings haben wir vieles besser gemacht als gegen andere tief verteidigende Gegner. Der Sieg hätte deutlich höher ausfallen müssen. Wir haben viele Chancen nicht genutzt, aber immerhin herausgespielt.
In Michelfeld wird es selbstverständlich deutlich schwieriger. Sie hatten zuletzt durchwachsene Ergebnisse. Natürlich sind sie dennoch eines der Topteams der Bezirksliga und können jeden schlagen. Wir wollen uns für die lange Anreise mit einem Sieg belohnen. Der Kader ist momentan sehr dünn. Momentan müssen wir immer mit Spielern der zweiten Mannschaft auffüllen, welche davor schon gespielt haben. Thissen, Schlund und Ehrler werden fehlen, der Einsatz von Gerner und Schmieg ist fraglich. Achim Feidel kehrt zurück ins Team.
Tore: 1:0 Simon Kißling (20., Foulelfmeter), 2:0 Andre Fries (48.), 3:0 Manuel Gerner (52.), 4:0 Andre Fries (59.)
Besondere Vorkommnisse: Keine
Die Begegnung im Sportpark Erpfental war von Beginn an von viel Offensivdrang der Heimmannschaft geprägt. Bereits in der 2. Spielminute hatte Wolfarth freistehend die erste Möglichkeit zur Führung, der Ball ging knapp am Tor vorbei. In den darauffolgenden Spielminuten hatten die Wachbacher ein halbes Dutzend an vielversprechenden Torgelegenheiten, die allesamt am Tor vorbei gingen oder durch TSV Schlussmann Rimner vereitelt wurden.
In der 20. Spielminute setzte Botsch seinen Mitspieler Fries mit einem schönen Zuspiel im Strafraum in Szene. Der TSV konnte Fries nur per Foulspiel am Torabschluss hindern. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kißling sicher zum überfälligen 1:0. Auch in der Folgezeit spielte nur der SV im Offensivbereich, ohne ein weiteres Tor im ersten Durchgang zu erzielen. Der TSV hatte mit Ausnahme eines Eckballs keine nennenswerte Torabschlüsse. Nach der Halbzeitpause kam der SV erneut mit viel Elan aus der Kabine und nach einer Flanke von Dörner erhöhte Fries in der 48. Spielminute auf 2:0. Nur kurze Zeit später traf Thissen nach einer Ecke von Gerner den Querbalken. Wachbach schnürte die Gäste weiter tief in der eigenen Hälfte ein und nach einem Querpass von Thissen schob Gerner zum 3:0 ein. Nach einer knappen Stunde konnte Fries nach feinem Zuspiel durch Kißling auf 4:0 erhöhen. Im Anschluss hatte Wachbach weitere gute Gelegenheiten um das Ergebnis nach oben zu schrauben. Kurz vor Spielende konnte sich Joker Mittnacht auf dem rechten Flügel durchsetzen und bediente Botsch am langen Pfosten mustergültig. Der Kopfball verfehlte das Gästetor um wenige Zentimeter. Am Ende setzte sich der SV Wachbach hoch verdient gegen den TSV durch und behauptet damit den 3. Tabellenplatz in der Bezirksliga.
Gegen Mainhardt war der Akku etwas leer. Zudem mussten wir viele Spieler ersetzen oder angeschlagen ins Rennen schicken. Dann fehlte in den entscheidenden Momenten die körperliche und mentale Frische. Das war ein Stück weit absehbar und ist nicht tragisch.
Vor dem Spiel gegen Neuenstein werden wir lediglich ein lockeres Training absolvieren, um am Sonntag in alter Frische das Heimspiel zu gewinnen. Das wird natürlich nicht einfach, für Neuenstein geht es schließlich um viel. Felix Weiß, Lukas Schmitt und Achim Feidel können hoffentlich wieder spielen, Florian Dörner und Marco Schmieg sind fraglich.
Wir haben die Derbyniederlage offensichtlich gut verkraftet und mit zwei Siegen die richtige Reaktion gezeigt, und das mit einem sehr dezimierten Kader. Ein Sonderlob muss ich Jannik Wohlfarth aussprechen, der aus der Not heraus auf einer ungewohnten Verteidigerposition überragende Leistungen zeigte. Gegen Niedernhall profitierten wir auch von den Auswechslungen von Foss und Braun. Plötzlich haben wir wieder eine theoretische Chance auf den Relegationsplatz, aber der Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft, deswegen denken wir von Spiel zu Spiel und schauen, was am Ende heraus springt.
Letzte Woche mussten wir kurzfristig fünf Spieler ersetzen und konnten so nicht wie erhofft am Doppelspieltag durchwechseln. Nun geht es Schlag auf Schlag weiter mit dem Topspiel gegen Untermünkheim und dem unangenehmen Gegner Mainhardt. Vier Spiele in zehn Tagen sind grenzwertig. Jan Thomas und Florian Dörner mussten mit Muskelverletzungen ausgewechselt werden. Ich hoffe, sie können auflaufen. Wir müssen abwarten, wer noch zum Kader dazu stößt. Natürlich wollen wir gegen Untermünkheim gewinnen und noch ein wenig Druck ausüben. Allerdings verfügen sie über eine ausgebuffte Mannschaft mit Landesligaerfahrung.
Gegen Mainhardt tun wir uns oft schwer, weil sie ähnlich wie Weikersheim gut verteidigen und gefährliche Konter setzen können. Wir wollen uns für die Hinspielniederlage revanchieren. Mit Felix Weiß und Marco Schmieg werden vermutlich beide Stürmer fehlen.